Fahrten in die Bretagne

Exposition nationale GEMO 2015 à Le Faou

Im Rahmen eines internationalen GEMO-Treffens am 29. November 2025 kamen Vertreterinnen und Vertreter aus den Niederlanden, Italien, Belgien, der Schweiz, Frankreich und Deutschland zusammen. Die Vorsitzende aus Großbritannien war Online zugeschaltet.

Ziel des Treffens war der fachliche Austausch zur Zucht, Erhaltung und Präsentation der Ouessantschafe sowie die Stärkung der internationalen Zusammenarbeit.

Berichte aus den einzelnen Ländern

Jedes teilnehmende Land stellte in einer kurzen Präsentation vor, welche Aktivitäten im vergangenen Jahr stattgefunden haben (z. B. Seminare zur Schafbeurteilung),

Wie viele Ouessantschafe gehalten werden und wie viele Mitglieder die jeweiligen Organisationen zählen.

Dabei zeigte sich ein sehr unterschiedliches Bild:

  • Niederlande: Durchführung von zwei Ausstellungen im laufenden Jahr
  • Frankreich: Keine Ausstellungen aufgrund der Blauzungenproblematik
  • Schweiz: Grundsätzlich keine Ausstellungen wegen sehr hoher Gesundheitsauflagen
  • Belgien: Eine Ausstellung mit großer Unterstützung durch die belgische Regierung, insbesondere im Zusammenhang mit Maßnahmen gegen Blauzunge

Positiv hervorgehoben wurde, dass Aufnahmen von Tieren aus anderen Nationen in das französische Zuchtbuch grundsätzlich möglich sind, was neue Perspektiven für die internationale Zuchtarbeit eröffnet.

Das „Écomusée de la Bintinais“ in Rennes wo das Treffen stattfand stellte nach dem gemeinsamen Mittagessen einen rassetypischen Bock und ein weibliches Tier zur Beurteilung zur Verfügung. Danach stand noch der Besuch der wunderschönen Tiere im Écomusée an.

Bereits jetzt stehen wichtige Termine für die kommenden Jahre fest:

  • Januar: Geplantes Online-Meeting
  • Februar 2026: 50-jähriges Jubiläum der GEMO
  • 19.–20. September 2026: Internationales GEMO-Treffen
  • 2026: GEMO-Treffen in der Schweiz

Im Rahmen des Treffens bestand noch die Möglichkeit am nächsten Tag drei unterschiedliche Zuchtbetriebe zu besuchen:

  • Nicolas Lefébure betreibt seit rund 14 Jahren Landschaftspflege mit Ouessantschafen und Belle-Île-Schafen. Sein Bestand umfasst knapp 90 Tiere, davon etwa 65 Ouessants. Die Tiere waren optisch ansprechend, sind jedoch aus Sicht der Arbeitsgemeinschaft für die eigene Zuchtarbeit nicht relevant.

 

  • Olivier Phelion hält zwei Deckgruppen mit jeweils fünf Schafen. Der Bestand wurde 2020 gegründet und basiert auf verschiedenen älteren Ursprüngen, unter anderem auf Tieren aus dem Écomusée. Die Haltung erfolgt überwiegend in sogenannter „Gartenhaltung“.

 

  • Château de la Cour: Eine historische Schloßherde mit multi-nationalem Ursprung, weißen und schwarzen Tieren, insgesamt etwa 45 Schafe. Aktuell gibt es einen hohen Bockbestand; im kommenden Jahr sollen Böcke zur Schlachtung entnommen werden. Der Bestand wurde 1942 oder 1952 gegründet (genaues Datum wird noch geklärt). Vor etwa 20 Jahren fand ein Austausch mit Thomas Szabo statt, ansonsten war der Bestand weitgehend geschlossen. Eine weitere Klärung zur damaligen Bocklinie ist geplant.

Zwischendurch besuchten wir noch eine historische Burganlage und eine Creperie.

Die Gastfreundschaft war außerordentlich. Die Präsidentin des Französischen Ouessantschaf Vereins (GEMO), Monique Brillet-Abbé hat hier wirklich außerordentliches geleistet. Auch die sprachlichen Barrieren wurden durch die gemeinschaftlichen Übersetzungen zwischen allen Teilnehmern souverän gemeistert. Ich bin mir sicher, daß alle Teilnehmer noch lange in Erinnerungen schwelgen.

GEMO Concours National 2019

Am 21.09.2019 fand der Concours National, die Ausstellung der französischen Züchtervereinigung Groupement des Éleveurs de Moutons d’Ouessant (GEMO), in der l’Arche de la Nature au Mans im Nordwesten Frankreichs, statt. Armin Bergmann, 1. Vorsitzender der Interessengemeinschaft Ouessantschaf Deutschland e. V., war in diesem Jahr auf Einladung der GEMO als Jury-Mitglied dabei.

Am Freitagnachmittag erreichten die ersten Züchter den Veranstaltungsort, so dass frühzeitig mit dem Messen und Wiegen der Tiere begonnen werden konnte. Nachdem alle angereisten Schafe in den Buchten ihrer Besitzer untergebracht worden waren, ging es für alle Mitglieder der GEMO und die deutschen Gäste in ein nahegelegenes Restaurant, um dort gemeinsam zu Abend zu essen. Mit Händen und Füßen und einem Mix aus englischen und französischen Wörtern war es möglich, sich über verschiedene Themen rund um das Ouessantschaf auszutauschen. Dabei entstand unter anderem eine Diskussion über die geringe Größe einiger Ausstellungstiere.

Am Samstagvormittag brachten die restlichen Züchter ihre Tiere auf das Ausstellungsgelände, so dass beim Messen und Wiegen der Schafe viele Hände mit anpacken konnten. Auch fand sich noch Zeit für den Austausch unter den Züchtern. Nach einem gemeinsamen Mittagessen der GEMO Mitglieder und ihrer Gäste ging es schließlich zum finalen Teil, der Bewertung der Ouessantschafe.

Die Schafe wurden nach Geschlechtern, Farben und dem Alter gruppiert und in den Ring gebracht. Die dreiköpfige Jury hatte dabei keine leichte Aufgabe. Aus teilweise recht großen Gruppen, die potentiellen Sieger herauszusuchen. Sommerlich warme Temperaturen und der Mangel an Schattenplätzen machten die Arbeit von Armin Bergmann und seinen zwei Jurykollegen wahrlich nicht leichter.

Auch hierbei funktionierte die völkerübergreifende Kommunikation hervorragend, und so konnten in jeder Gruppe die entsprechenden Plätze an ausnahmslos gute Zuchttiere vergeben werden. Am frühen Abend fand schließlich die Siegerehrung statt, auf der unter anderem der „Jurypreis“ verliehen wurde. Bei der GEMO vergibt die Jury in Frankreich in jedem Jahr einen separaten Preis für eine bemerkenswerte Leistung, Eigenschaft oder Tätigkeit rund um die Rasse. In diesem Jahr ging der Preis an die Besitzerin einer Gruppe ganz außergewöhnlich braver Schafe, die beim Messen mustergültig Leinen führig waren.

Nach einem langen, sehr sonnigen Tag ging es im Anschluss an die Veranstaltung erneut geschlossen mit den Mitgliedern der GEMO in ein Restaurant, um den Abend dort ausklingen zu lassen.

Vielen herzlichen Dank gebührt der GEMO für ihre Gastfreundschaft! Die Heimreise am Sonntagmorgen ließ das Wochenende leider viel zu schnell vorbei gehen.

Concours national GEMO 2018 au Dresny

Le texte et les photos ont été aimablement mis à disposition par Jürgen Schneider.

Le samedi 8 septembre, le concours national du GEMO (Groupement des éleveurs de moutons d’Ouessant) s’est déroulé à Plessé-Le Dresny, en Loire-Atlantique. Le département de la Loire-Atlantique fait aujourd’hui partie de la région Pays de la Loire. D’un point de vue historique, il s’agit cependant d’un département breton et la majorité de ses habitants est encore aujourd’hui favorable à une réintégration dans la Bretagne. Dans le village du Dresny, une importante fête en l’honneur et pour la préservation de la Vache Nantaise a lieu tous les quatre ans. La Nantaise est une ancienne race bovine robuste de la région, qui pouvait être élevée sur les sols les plus divers, y compris les prairies humides, et qui était appréciée tant pour sa puissance que pour sa viande et son lait. Outre la vache nantaise, d’autres races d’animaux de l’ouest de la France dignes de protection sont régulièrement présentées lors de la fête. Cette fête dure plusieurs jours et attire des milliers de personnes. Les nombreuses manifestations qui l’accompagnent (notamment des présentations de méthodes historiques de culture avec des bœufs de trait, le débardage de troncs d’arbres avec de lourds chevaux de travail, des chiens de berger en action, des présentations de méthodes de culture durables, des événements musicaux et dansants et de nombreux repas délicieux) constituent un véritable point fort dans la région.

Le GEMO profite également régulièrement de cet événement pour présenter le mouton d’Ouessant et organiser son concours au Dresny. Le mouton d’Ouessant est en effet une ancienne race ovine bretonne. Comme cette rencontre d’éleveurs français est toujours très appréciée par les éleveurs d’Ouessant de l’étranger, le GEMO voit dans le concours un instrument important pour la conservation de la race. Cette année, des amis du mouton d’Ouessant et des éleveurs de Belgique, d’Italie et d’Allemagne ont participé au concours. Le groupe de travail pour la conservation du mouton d’Ouessant breton allemand (Arbeitsgemeinschaft zur Erhaltungszucht des bretonischen Ouessantschafs) a profité de ce voyage en Bretagne pour rendre visite à quelques amis éleveurs bretons. Notre complice Steffi nous a accompagné depuis l’Italie, et nous la remercions chaleureusement pour son excellent soutien lors des traductions.

Au total, 17 éleveurs ont participé au concours avec 165 animaux. Il s’agissait de 121 Ouessant noirs et de 42 Ouessant blancs. En outre, deux animaux d’autres couleurs étaient présents. Il s’agissait d’un bélier noir décoloré (gris/grey/faded) et d’une femelle brun caramel (marron). Le bélier a été classé parmi les béliers noirs lors du concours. La brebis brune n’a pas participé au concours.

Les éleveurs qui ont participé au concours venaient des régions suivantes : Bretagne (y compris la Bretagne historique) : 13 éleveurs, Hauts-de-France : 2 éleveurs, Normandie : 1 éleveur, Nouvelle-Aquitaine : 1 éleveur. Ceci correspond tout à fait à la répartition géographique des élevages les plus connus en France. Outre les élevages du département du Nord (région Hauts-de-France) et de l’Eure (région Normandie), ils sont majoritairement situés dans les départements bretons.

Pendant le concours, les moutons d’Ouessant ont été mis dans des enclos recouvertes de couches de roseaux pour les protéger du soleil. On voit ici l’enclos des béliers noirs d’un éleveur du département du Finistère, en Bretagne. Ses antenais noirs (bélier dans sa deuxième année) mesurent entre 42 cm et 44 cm. Le mâle noir présenté au concours mesure 47 cm.

Les places à l’ombre étaient extrêmement appréciées. Voici une photo de l’enclos d’un éleveur de Loire-Atlantique (Bretagne historique). Son élevage, composé exclusivement d’animaux blancs, compte peu d’animaux. Néanmoins, les Ouessant issus de son élevage ont toujours remporté les premières places lors des concours nationaux.

Traditionnellement, chaque concours commence par la présentation des antenais blancs. Le Prix d’honneur dans cette classe, où peu d’animaux ont été présentés, a été remporté par un antenais qui mesure 42 cm au garrot, provenant d’un élevage de Loire-Atlantique, en Bretagne historique (à l’avant gauche sur cette photo). Pendant la présentation des jeunes béliers blancs, les plus vieux béliers blancs ont déjà été amenés au bord du ring. Celui avec le numéro 149, que l’on voit au centre de la photo et qui mesure également 42 cm, a remporté le 1er prix peu après. Il provient d’un élevage du département de l’Eure, en Normandie.

Une photo montrant les différentes formes/longueurs de queue chez certains béliers blancs. En général, il est souhaitable que la longueur de la queue ne dépasse jamais le jarret. Le standard de la race ne précise pas explicitement si la queue doit être laineuse ou pas. Ce critère ne joue aucun rôle dans l’évaluation des animaux en France.

La photo montre les béliers qui ont été présélectionnés pour un prix lors du jugement des béliers blancs. Le jury a ensuite sélectionné dans ce groupe les animaux vainqueurs de la classe. Le Prix d’honneur, la plus haute récompense possible dans une classe, a été décerné à un éleveur du Finistère, en Bretagne, pour un bélier qui mesurait 45 cm.

Cette photo montre les antenaises blanches présentées lors du concours. On y voit au premier plan une jeune brebis de 41 cm, provenant de l’élevage du Parc Naturel Régional d’Armorique, département du Finistère, Bretagne. Les deux premières places dans les classes des antenaises blanches ont été attribuées à deux éleveurs différents du département de Loire-Atlantique, Bretagne historique.

Le jugement des Ouessants noirs a débuté par la présentation des antenais. Au total, 21 animaux ont été présentés dans cette classe, dont voici une photo. Il y avait une grande diversité dans le développement des antenais. À côté des béliers très prometteurs, il y avait aussi des animaux qui risquaient de devenir trop grands. Au premier plan, à gauche, on voit le seul Ouessant de couleur noir décoloré (gris/délavée/faded) du concours. Cette couleur est due à un gène dit „faded“ qui dilue la couleur noire des fibres de la laine et les rend grises dès la première année de vie. Lorsque la laine pousse au cours de l’année, les pointes des fibres blanchissent généralement pour donner une sorte de gris-brun. Cette couleur doit être distinguée de la canitie que certains animaux noirs présentant et qui peut apparaître avec les années.

Sur la photo on voit les antenais noirs. Le Prix d’honneur dans cette catégorie a été attribué à un éleveur de Loire-Atlantique, en France, pour un jeune mâle de 41 cm. Les animaux classés aux deux places suivantes étaient mésurés avec 42 cm et 41 cm au garrot.

Cette photo montre une partie des mâles noirs pendant leur présentation. Dans cette classe également, 21 animaux ont été présentés dans le ring. Le vieux bélier que l’on voit au fond à droite présente une toison grisâtre (canitie) due à l’âge.

Quelques têtes typiques des béliers de cette classe impressionnante en détail.

Le Prix d’honneur des béliers noirs a finalement été attribué au bélier que l’on voit à gauche. Cet animal qui ne mesure que 40 cm est issu d’un élevage du département de l’Eure, en Normandie. Outre sa petite taille, ce bélier se distingue par son excellente ligne de dos et la position de ses aplombs, ainsi que par sa queue courte et la couleur de sa toison. Les béliers classés aux autres places mesuraient déjà 44 cm et 45 cm. Pour des béliers adultes, ce sont également des dimensions très intéressantes.

Dans la classe des antenaises noirs, qui comptait 20 animaux, le Prix d’honneur a été attribué à un éleveur du Finistère, en Bretagne, pour un animal qui mesurait 40 cm. Voici un cliché du jugement des brébis de 2 à 5 ans, où 32 animaux étaient présentés. Ici, le Prix d’honneur a été attribué à un éleveur de Loire-Atlantique, en Bretagne, pour une brebis de 42 cm. Cette année, une nouveauté au concours du Desny a été la présentation des femelles de 6 ans et plus dans une classe à part. L’objectif était de mettre l’accent sur la constitution des animaux plus âgés lors du jugement. Le 1er Prix et le 2ème Prix dans cette classe ont été attribués à un éleveur d’Ouessants noirs du département des Côtes-d’Armor, en Bretagne. Aucun Prix d’honneur n’a été attribué.

Une photo du concours couple. Au premier plan, à droite, on peut voir le couple Prix d’honneur d’un élevage du Finistère, en Bretagne. Le bélier portant le numéro 162 est un antenais, 42 cm au garrot, qui avait déjà remporté le 1er Prix dans sa classe. Ensuite, le titre de Champion des champions a été décerné. Il est attribué uniquement aux animaux ayant déjà remporté le Prix d’honneur dans une catégorie de béliers ou de brebis adultes les années précédentes et qui sont également présents sur le concours actuel.

Einer der Höhepunkte eines concours ist die Vergabe des Titels und der Plakette Champions des champions. Dieser Titel wird lediglich unter Tieren vergeben, die in den Vorjahren schon einmal den Prix d’honneur in einer Klasse der erwachsenen Böcke oder Auen gewonnen haben und auch auf dem aktuellen concours anwesend sind.

Cette année, le titre Champion des champions a été attribué à un bélier qui a déjà remporté le Prix d’honneur dans sa classe au concours national en 2017 à Châteaubriant. Le bélier noir de 46 cm (sur la photo de gauche) est issu d’un élevage de Loire-Atlantique, Bretagne historique. L’éleveur a un troupeau qui est composé d’anciennes lignées bretonnes très intéressantes.

Pour terminer le rapport, voici une autre photo du champion des champions. Le bélier est issu à 100 % de lignées purement bretonnes et ne présente aucune influence moderne provenant d’autres pays européens.

Avant le jugement des animaux, tous les moutons ont été mesurés. Le vieux bélier blanc que l’on voit sur cette photo, issu d’un élevage du département du Finistère, en Bretagne, mesure 45 cm.

Immédiatement après avoir été mesurés, les animaux ont reçu leur numéro pour le concours. Cet antenais qui mesure 40 cm provient d’un élevage des Côtes-d’Armor, en Bretagne.

AG-Besuche in der Bretagne 2017

Le texte et les photos ont été aimablement mis à disposition par Jürgen Schneider.

Mitglieder der AG (Arbeitsgemeinschaft zur Erhaltungszucht des bretonischen Ouessantschafes) besuchten im Laufe des Jahres 2017 während mehrerer, gemeinsamer Fahrten in die Bretagne den diesjährigen GEMO-Concours sowie eine Reihe von verschiedenen Züchtern der Rasse Ouessant. Wir besuchten u.a. Züchter, die ebenso wie wir auf den Erhalt des traditionellen, bretonischen Typs der Rasse bedacht sind und vertieften dabei die bereits bestehenden Beziehungen bzw. knüpften neue Kontakte. Darüber hinaus besuchten wir Einrichtungen, in denen Zuchtbestände historischer bretonischer Haustierrassen gehalten werden und auch einen landwirtschaftlichen Betrieb, der mit Ouessantschafen die so genannte „Ecopaturage“, die kommerzielle naturnahe Beweidung von Grünflächen betreibt.

Wir sind in der Heimatregion der Rasse Ouessant erneut außerordentlich gastfreundlich aufgenommen worden. Um einen Eindruck von den bretonischen Beständen, die wir besucht haben, zu vermitteln, haben wir hier von jedem Besuch ein Foto mit einem kurzen Kommentar eingestellt. Wir wissen, dass einige Forumsmitglieder, ob nun Herdbuchzüchter oder einfach Liebhaber und Halter der Rasse daran Interesse haben.

Die Arbeitsgemeinschaft strebt den Erhalt und den Ausbau einer Population von Ouessantschafen in Deutschland an, die rein bretonischer Abstammung ist und von den modernen Einflüssen (Glöckchen, schimmel, braun), auch in ihren Stammbäumen, gänzlich unbetroffen ist. Heute, 40 Jahre nachdem die Rasse in der Bretagne vor dem Verschwinden bewahrt werden konnte, stellen Ouessants die diesen Kriterien entsprechen, leider wieder eine gefährdete Minderheit dar.

Juli 2017, Besuch im Parc Naturel Regional d’Armorique, Departement Finistère, Bretagne.
Der Parc verfügt über beeindruckende Bestände der verschiedenen bretonischen Haustierrassen. Der Kernbestand seiner Ouessantherde übernahm der Parc in den 70er Jahren. Die Tiere stammten von dem bretonischen Schloss von Kerguéhennec, aus einer der letzten Schlossherden, die im 20. Jahrhundert dazu dienten, die Grünflächen auf den Wohnsitzen und Familienschlössern einiger Adelsfamilien zu beweiden. Zu sehen sind zwei Böcke aus der Herde.

Juli 2017, Besuch bei einem Züchter im Departement Finistère, Bretagne.
Er züchtet in getrennten Herden schwarze und weiße Ouessants. Das Foto ist ein Schnappschuss von einigen Tieren der Herde der schwarzen Auen. Es läuft das ganze Jahr über ein Bock bei der Gruppe.

Juli 2017, Besuch bei einem Züchter im Departement Côtes-d’Armor, Bretagne.
Hier werden ausschließlich schwarze Ouessants gezüchtet. Der Bestand ist in jüngster Zeit durch den Beitrag eines Bockes aus einer alten historischen Zucht aus Pontanézen im Finistére noch interessanter geworden. Hier ein Blick auf die Bockherde.

September 2017, Besuch des GEMO Concours in Châteaubriant, Departement Loire-Atlantique, historische Bretagne.
Ausstellung von ca. 160 Ouessants in den Farben schwarz und weiß. Zu sehen ist eine Aufnahme, die während der Klasse couple, der Klasse der Paare, entstand.

November 2017, Besuch im Ecomusée du Pays de Rennes, Departement Ille-et-Vilaine, Bretagne.
Das Ecomusée informiert in einem großzügigen Außengelände sowie einem Museumsgebäude über die traditionelle bretonische Landwirtschaft. Es verfügt über z.T. recht große Bestände alter bretonischer Haustierrassen. So verfügt es auch über einen Bestand von weit mehr als 80 Ouessants, die hier ausschließlich in der Farbe schwarz gezüchtet werden. Während unseres Besuches im November waren die Ouessants in fünf seperate Deckgruppen unterteilt. Zudem gab es eine Bockgruppe mit älteren Tieren und eine Gruppe mit Bocklämmern zu sehen. Das Foto zeigt eine der Deckgruppen, die sich eine große Weide mit einer Deckgruppe von Ziegen der Rasse Chèvres des Fossés teilt. Das Ecomusée liegt außerhalb von Rennes und ist immer einen Besuch wert.

November 2017, Besuch bei einer Familie, die einen landwirtschaftlichen Betrieb im Departement Loire-Atlantique, historische Bretagne, betreibt. Neben der herkömmlichen landwirtschaftlichen Tätigkeit, die unter anderem auch die Haltung einer Herde von 400 Fleischschafen umfasst, verfügt die Familie über einen Bestand von mehr als 100 Ouessants in den Farben schwarz und weiß. Die Ouessants werden in der „Ecopaturage“ eingesetzt, der kommerziellen naturnahen Beweidung von Grünflächen. Einsatzgebiete der Herde sind u.a. Grünflächen auf dem großen Umspannwerkwerk von Louisfert sowie Grünflächen bei einem Gaswerk. Das Foto zeigt eine Deckgruppe schwarzer Ouessants. Wer aufmerksam hinsieht, der erkennt, dass in der Deckgruppe zwei Deckböcke laufen. Es handelt sich dabei um die traditionelle Form der Haltung von Deckgruppen, in der mehrere Böcke gleichzeitig zum Einsatz kommen. Hinweis: Es handelt sich um eine reine Gebrauchsherde, nicht um einen Zuchtbestand.

November 2017, Besuch bei einer Züchterin im Departement Loire-Atlantique, historische Bretagne.
Die Züchterin züchtet mehrheitlich in der Farbe schwarz, sie hat aber auch weiße Tiere im Bestand. Mehr als eine Besonderheit ist die Zusammensetzung ihres Bestandes, der aus bemerkenswerten alten Linien besteht. Hier ein Blick auf einige Lammböcke der Herde.

November 2017, Besuch bei einem Züchter im Departement Loire-Atlantique, historische Bretagne.
Zu sehen ist die kleine Herde des Züchters, die in Reinzucht auf alte Linien aus der Gründungszeit der GEMO in den 70er Jahren zurückgeht. Auch hier wird in traditioneller Weise mit mehreren Deckböcken in der Herde gezüchtet. Insgesamt laufen fünf Böcke in der Deckgruppe. Hinweis: Der Züchter beteiligt sich (natürlich) nicht an dem Aufbau eines zukünftigen GEMO-Herdbuches.

November 2017, Besuch bei einem Züchter im Departement Finistère, Bretagne.
Der Wohnort liegt nahe dem Departement Morbihan. Die Zucht besteht aus mehr als 100 Ouessants. Es handelt sich mehrheitlich um schwarze Tiere, aber es gibt auch eine weiße Deckgruppe. Hier wird ausschließlich mit einem Bock pro Deckgruppe gezüchtet. Die Aufnahme entstand im Areal derjenigen Böcke, die in dieser Decksaison nicht zum Einsatz kommen. Es sind einige sehr prächtige Tiere darunter.

Diese letzte Aufnahme entstand bei dem gleichen Züchter im Finistère, nahe dem Morbihan. Zu sehen ist eine seiner Deckgruppen mit schwarzen Ouessants. Leider ist die Abstammung von Tieren aus der Anfangszeit des Bestandes noch unklar. Es bleibt daher offen, ob der Bestand zukünftig in der Erhaltungszucht eine Rolle spielen wird.

GEMO Nationalausstellung 2015 in Le Faou

Le texte et les photos ont été aimablement mis à disposition par Jürgen Schneider.

Le 26 septembre 2015 s’est tenue à Le Faou, dans l’ouest de la Bretagne, département du Finistère, l’exposition nationale annuelle de l’association française d’élevage GEMO (27e Concours National du MOUTON D’OUESSANT). La manifestation avait pour devise « Notre biodiversité a du goût ! ». Des produits locaux de la région étaient proposés et des variétés et races bretonnes étaient présentées. On y trouvait notamment un marché paysan, des ateliers culinaires ainsi que des tables rondes consacrées à différents thèmes. Autrement dit, on pouvait déguster à Le Faou une cuisine particulièrement savoureuse. Le Parc naturel régional d’Armorique a largement contribué à l’organisation et à la mise en œuvre de l’ensemble de la manifestation, ainsi qu’au Concours GEMO. Le concours s’est déroulé sur la place historique du marché, juste devant la mairie de Le Faou, installée dans un ancien hôtel.

Au total, 108 animaux étaient inscrits au concours : 65 Ouessants noirs, 40 blancs, deux animaux de la variante de couleur grise ou « faded », et un animal brun. Finalement, 103 animaux ont effectivement participé aux compétitions. D’autres Ouessants étaient également présents : ils ont été présentés au jury dans la matinée afin d’obtenir le Certificat de conformité au standard. Il s’agit d’un certificat écrit par lequel le GEMO confirme que l’animal concerné correspond au standard officiel de la race. Le jury était composé de quatre juges, de deux secrétaires et de trois juges stagiaires. En tant que représentant d’une organisation d’élevage non française, le président de l’association allemande IGOU e. V. était invité à officier comme juge.

Conformément à la tradition, le concours a débuté après le déjeuner par la présentation des béliers adultes blancs. Six animaux ont été présentés dans cette catégorie. La photo montre trois des concurrents. Si l’on considère qu’au moins 90 % des moutons d’Ouessant en France sont de couleur noire, il apparaît clairement que les animaux blancs sont numériquement surreprésentés lors du concours. Cette situation est observable depuis de nombreuses années et s’explique par le fait que plusieurs éleveurs de haut niveau élèvent, en plus des Ouessants noirs, des Ouessants blancs. Or, ce sont principalement les meilleurs éleveurs du pays qui participent au concours.

Parmi les béliers adultes blancs, l’animal n° 94 s’est rapidement distingué. Grâce à sa conformation corporelle harmonieuse, il a remporté de manière convaincante le Prix d’Honneur, taille : 45 cm.

Ensuite, sept béliers blancs d’un an ont été présentés dans la catégorie suivante.

Le Prix d’Honneur de cette catégorie a été attribué au bélier (41 cm) visible sur la photo de gauche, présenté ici par une visiteuse. Chez les trois premiers béliers blancs d’un an, les différences qualitatives étaient minimes ; la décision du jury s’est jouée sur de légères différences dans l’aplomb des membres.

Dix-neuf brebis adultes blanches ont participé à la présentation.

Au sein du jury, les juges ont sélectionné les trois brebis adultes blanches présentant les caractéristiques morphologiques les plus avantageuses. Il leur a ensuite fallu s’accorder sur leur classement respectif. Le Prix d’Honneur a finalement été attribué à l’animal visible au centre de l’image, mesurant 43,5 cm : une brebis très compacte, dotée d’une poitrine large. Cet atout a davantage pesé dans la décision que sa taille. 1er Prix : la brebis au premier plan, 45 cm, dont la qualité ne différait que très peu de celle de la gagnante. 2e Prix : 40 cm.

Dans la catégorie des brebis blanches d’un an, seuls cinq animaux ont été présentés. La photo montre à droite la gagnante du Prix d’Honneur, 42 cm : une brebis à la construction homogène, se distinguant également par une belle queue relativement courte. 1er Prix : 41 cm. À gauche sur l’image, la gagnante du 2e Prix, 42 cm. Il s’agit d’une très belle brebis, mais un défaut esthétique a empêché un meilleur classement.

Ce défaut esthétique correspond aux taches sombres visibles sur l’antérieur gauche de la brebis classée 2e Prix. Ces taches ne constituent pas un motif de disqualification, car des nuances roussâtres chez les Ouessants blancs, y compris sur les membres, sont tout à fait typiques de la race. Toutefois, l’aspect plutôt tacheté de cette caractéristique a conduit, en comparaison avec des animaux par ailleurs presque équivalents, à un classement inférieur.

Lors de la présentation des béliers adultes noirs, onze animaux ont été présentés. La photo montre au centre l’animal n° 77, futur lauréat du 2e Prix, issu de l’élevage de Claude Billès, mesurant 44,0 cm.

À gauche, on peut voir que, dans les catégories d’animaux adultes du concours GEMO, des animaux de deux ans participent déjà.

À droite sur l’image se trouve le gagnant du Prix d’Honneur : Michel Pottier, 45,0 cm. Il s’agit d’un bélier de trois ans très masculin, à la conformation compacte, qui s’était déjà distingué positivement les années précédentes : 2e Prix en 2013 à Brécé en tant que bélier d’un an, puis à nouveau 2e Prix en 2014 à Le Dresny. En comparant les photos de 2013 à celles de cette année, on observe la progression lente de l’effet de canitie (grisonnement lié à l’âge) dans sa toison. Le 1er Prix a été attribué à un bélier mesurant 44,0 cm.

Anschließend wurden acht schwarze Jährlingsböcke vorgestellt.

Huit béliers noirs d’un an ont ensuite été présentés. Parmi eux figurait, visible ici à droite au centre de l’image, un fils de Scroutch, vainqueur du Championnat Béliers de l’année 2012. Le fils ne pouvait dissimuler son origine et s’est présenté de manière remarquable. Il a remporté à Le Faou le 1er Prix, 44,0 cm

Le Prix d’Honneur chez les béliers noirs d’un an a été attribué à un animal de 39,0 cm : un petit bélier doté d’une très bonne conformation. À droite, le 1er Prix mentionné précédemment, issu de l’élevage de Landerneau : un bélier à la construction homogène et à l’expression remarquable. 2e Prix : 43,0 cm.

Avec 24 animaux présentés, les brebis adultes noires constituaient le groupe le plus important. La photo illustre les nuances de couleur possibles dans les toisons noires : on y voit des animaux présentant, sous l’effet du soleil, des degrés variables de décoloration du noir vers le brun noir. En revanche, la brebis située au centre de l’image ne montre aucune tendance à la décoloration et conserve une toison presque entièrement noire. À sa droite, une brebis présentant une tendance à l’effet de canitie.

Le Prix d’Honneur a été attribué par le jury sans discussion supplémentaire, et de manière pleinement méritée, à une brebis de 42,5 cm issue du troupeau de l’Écomusée du Pays de Rennes. Il s’agit d’un animal beau et bien développé, qui faisait par ailleurs partie d’un groupe homogène et très harmonieux présenté par l’Écomusée à Le Faou.

Insgesamt wurden 21 schwarze Jährlingsauen in Le Faou präsentiert. Unmöglich sie alle auf einmal ins Bild zu kriegen.

Au total, 21 brebis noires d’un an ont été présentées à Le Faou, impossibles à photographier toutes ensemble. Prix d’Honneur brebis noires d’un an : 38,0 cm, un animal très petit mais bien construit. 1er Prix : 38,5 cm, la différence qualitative avec le Prix d’Honneur étant minime. 2e Prix : 42,0 cm, légèrement plus grande que les deux premières, mais indéniablement une très bonne brebis de reproduction. Malheureusement, les ombres ne permettaient pas une meilleure photographie.

Lors du concours couple, consacré à la présentation des paires, le Prix d’Honneur a été attribué au Parc naturel régional d’Armorique pour le couple qu’il présentait : un bélier d’un an associé à une brebis de trois ans, formant un duo harmonieux et bien assorti

Le 1er Prix dans la catégorie couple est revenu à un couple blanc, composé notamment du lauréat du 2e Prix chez les béliers blancs adultes. Il s’agissait d’animaux relativement lourds et massifs. Le 2e Prix a été attribué à un couple comprenant également le vainqueur du Prix d’Honneur chez les béliers noirs adultes.

À mes yeux, les deux animaux noirs présentés dans cette catégorie formaient eux aussi un très beau couple.

Dans la catégorie Ensemble, le jury évalue un groupe composé d’un bélier adulte, d’un bélier d’un an, d’une brebis adulte et d’une brebis d’un an. Les animaux doivent bien s’accorder entre eux ; l’uniformité du groupe est donc prioritaire. Les animaux ne sont pas amenés dans le ring pour le jugement, mais restent dans leurs enclos. Voici un instantané pris dans un enclos de béliers : non seulement ils sont bons, mais ils savent aussi réaliser de petits numéros, comme on peut le voir.

Comme l’année précédente, le 1er Prix de la catégorie Ensemble a été attribué au Parc naturel régional d’Armorique. Le jury a salué l’uniformité de son troupeau, dont les origines remontent aux premières décennies du XXe siècle et qui compte parmi les lignées les plus authentiques encore existantes aujourd’hui. La photo montre les brebis dans l’enclos du Parc.

La plaquette du 1er Prix de la catégorie Ensemble pour le Parc naturel régional d’Armorique.

Enfin, le titre de Champion des champions a été décerné. Ce titre n’est attribué qu’à des animaux ayant déjà remporté un Prix d’Honneur dans une classe de béliers ou de brebis adultes lors d’années précédentes et étant présents au concours actuel. Aucun bélier remplissant ces conditions n’était présent à Le Faou. Par conséquent, seul le titre du Championnat Brebis a été décerné, c’est-à-dire à un animal femelle.

Arbeitsgemeinschaft
Erhaltungszucht
bretonisches
Ouessantschaf

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Cornelia Meyer
21368 Dahlem Harmstorf
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Arne Huch
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